Geschichte von Schloss Hagen

Hagen wird schon im ältesten Kieler Stadtbuch von 1264 genannt, als indago comitis (Wildgehege des Grafen). 1543 war Christoph Pogwisch Besitzer der Güter Hagen und Dobersdorf.

Durch die Heirat von Lucia Pogwisch am 1.9.1646 mit Hinrich Blome wurde das Gut Hagen in die Familie Blome eingebracht. Während der Blomeschen Zeit sind die beiden großen Herrenhäuser auf Hagen und Dobersdorf gebaut worden, Hagen von Hinrich Blome und Dobersdorf 1770/72 durch den Urenkel Christoph Blome. Beide Häuser gehören zu den schönsten und bedeutendsten Bauten auf unseren Gütern. Hagen steht am Anfang der Barockzeit und Dobersdorf an ihrem Ende.

Der Bau des Herrenhauses dürfte nach der Heirat 1647 begonnen worden sein, 1649 war es fertig, wie die großen als Maueranker dienenden Buchstaben beweisen.

H.B. (für Hinrich Blome) L.B. (für Lucia Blome ) 1649.

Hinrich Blome war Landrat und Amtmann von Rendsburg. Zu Hagen kaufte er die Güter Farve und Waterneversdorf hinzu. Er starb 1676 im Alter von 60 Jahren auf dem Gut Hagen, nachdem er zum königlich dänischen Geheimrat ernannt worden war. Er hinterließ Lucia und 9 Kinder. Das Haus blieb bis 1814 im Erbe der Blomes. Danach wurde das Gut eine Familienstiftung, bis es 1930 von der Landgesellschaft aufgekauft und aufgesiedelt wurde. Das Herrenhaus erwarb die Gemeinde Probsteierhagen. Das Torhaus, das Pächterhaus und verschiedene kleine Gebäude wurden in Bauernstellen umgewandelt, während die große Fachwerkscheune von 1626 und das große Kuhhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert abgebrochen wurden. Der Mittelturm auf der Durchfahrt brannte bereits 1921 nach einem Blitzschlag ab. Nach dem Erwerb des Herrenhauses durch die Gemeinde Probsteierhagen wurde das Gebäude als Volksschule genutzt. Seit dem Bau der Dörfergemeinschaftsschule im Jahre 1969 hat sich das Herrenhaus einen Namen als „Kulturzentrum der Probstei“ gemacht.